Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz

Lactose, Milchzucker oder Laktose (abgeleitet vom lateinisch lac, lactis für Milch und der Endung -ose für Zucker) ist ein in der Milch und den Milchprodukten enthaltener Zucker.

Lactose gehört zur Gruppe der Disaccharide (Zweifachzucker). Um den Milchzucker verwerten zu können, muss er während der Verdauung in seine beiden Einfachzucker Galaktose (Schleimzucker) und Glukose (Traubenzucker) aufgespalten werden. Diese Aufgabe erfüllt das Enzym Laktase (Lactase). Fehlt das Enzym Laktase – oder ist es nur teilweise vorhanden – gelangt der Milchzucker ungespalten in den Dickdarm, wo er anschließend von Bakterien in Milchsäure, Essigsäure und Methan zersetzt wird.

Im ALCAT TEST™ wird die Überempfindlichkeit auf Kasein und Molke differenziert beleuchtet: Kasein ist der Name für denjenigen Proteinanteil der Milch, der nicht in die Molke gelangt und der beispielsweise zu Käse weiterverarbeitet wird. Molke ist die Restflüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht. Sie ist der flüssige Teil, der nach der Gerinnung der Milch zu Käse oder Quark abgesondert werden kann. Molke besteht zu 94% aus Wasser und zu 4-5% aus Milchzucker (Laktose). Daher ist es wichtig, bei einer Intoleranz-Reaktion auf Molke ebenfalls auf laktosehaltige Lebensmittel zu verzichten.

Laktose/Molke und Kasein kommen nur in den tierischen Milchprodukten Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch vor.

Milch ist jedoch nicht gleich Milch. Die Rohmilch einer „Weidelandkuh“ wird nur pasteurisiert, um Bakterien und krankheitserregende Keime abzutöten. Sie enthält einen bedeutenden Gehalt an lebensnotwendigen Fettsäuren (Omega 3 und Linolsäure), wohltuende Darmbakterien, Aminosäuren, Folsäure, B-Vitamine, Vitamin C und Enzyme. Die positive gesundheitliche Auswirkung auf das Immunsystem und eine gute Verdauung wurde 2006 in der sogenannten PARSIFAL-Studie 2006* infoPARSIFAL-Studie 2006*Fünf EU Staaten (Schweden, Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark) untersuchten mit rund 35 ForscherInnen an 15.000 Kindern den Zusammenhang zwischen allergischen Leiden und Ernährung. Herausgefunden wurde, dass Kinder, die regelmäßig Milch direkt vom Bauern tranken (unpasteurisierte, unbehandelte Bauernmilch), weniger an Heuschnupfen und Asthma litten und allgemein gesünder waren. Diese Kinder zeigten 10% weniger Allergien als Nichthofkinder, die in 43% der Fälle Allergien oder Überempfindlichkeiten hatten. Eine weitere bedeutende positive Rolle spielte der Kontakt mit Tieren und die staubige Stallluft. Internet-Link: http://www.agrar.uni-kassel.de/bdl/dokumente/Dannwischklein.pdfnachgewiesen. Die Milch der „Hochleistungskuh“ ist natürlich länger haltbar, aber durch die Homogenisierung sozusagen ein „abgetötetes“ Nahrungsmittel.

Nur in pflanzlichen „Milchprodukten“ ist keine Laktose enthalten, wie z.B. Mandel-, Hafer-, Soja oder Reismilch. Diese können Sie auch mit dem ALCAT TEST™ auf Nahrungsmittelintoleranz abklären.

Quelle: Wikipedia, NMI Portal

Maria Röllinger: Milch besser nicht! Jou-Verlag, Erfurt 2004

Baars/Dusche/Werren: Erforschung des Lebendigen. Verlag Lebendige Erde, Demeter e.V., Darmstadt 2009